
Wie sieht eine homöopathische Behandlung beim Tier aus?
Unter „Mensch“ finden Sie allgemeingültige Informationen. Zusätzlich gibt es folgende Besonderheiten:
Das Tier in der Familie
Sehr oft steht die Krankengeschichte des Tieres in Verbindung mit seiner eigenen Herde (Rudel), oder aber auch in Verknüpfung mit seiner Menschenfamilie, mit der es vielleicht eng zusammenlebt. Das Erkennen dieser Strukturen und Verknüpfungen innerhalb der Gruppe sind ebenfalls wichtige Informationen bei der homöopathischen Fallaufnahme. Häufig ist es nötig nach Erkrankungen, belastenden Situationen für den Familienverband, oder Beschwerden einzelner Mitglieder Ausschau zu halten. Oft werden diese Themen auch erst während der homöopathischen Impulse an das Tier sichtbar und erlebbar. Besteht eine grosse Resonanz reagiert der Zweibeiner mit, nun darf sich der Mensch seine Themen selbst anschauen.
Der erste Besuch
Wie beim Menschen dauert der Erstbesuch beim erwachsenen Tier mit chronischen Beschwerden 1,5 bis 2 Stunden. Dafür besuchen wir den Vierbeiner im gewohnten Umfeld. Sogenannte "Follow up´s" (Folgetermine) sind bei akuten Beschwerden oft innerhalb weniger Tage, bei chronischen Erkrankungen meist nach 4 bis 6 Wochen nötig und weniger zeitaufwendig wie beim ersten Mal. Häufig finden diese Folgetermine online, oder per Telefon statt. Die nachfolgenden Verschreibungen richten sich nach der Entwicklung des Krankheitszustandes.
Der Mensch und sein Tier
Als Tierhalter dürfen wir lernen unserem Tier zu vertrauen, zu vertrauen und nochmal zu vertrauen! Die Lebenskraft unseres Vierbeiners bedient sich all ihrer Möglichkeiten, mitzuarbeiten. Wir lernen dabei für uns selbst, für unser Leben und den Umgang mit uns selbst.

Ich brauche ein klares "Ja"
Um Ihren tierischen Freund helfen zu können, brauche ich von Ihnen als Tierhalter zu folgenden Fragen ein klares „Ja“ - das mag im ersten Moment komisch klingen, aber es ist manchmal eine Art Erlaubnis nötig, dass sich im Mensch-Tier-Team etwas bewegen darf.
- Ist es mir möglich, das Tier gut zu beobachten und Veränderungen mitzuteilen?
- Kann ich damit umgehen, dass alte, frühere Symptome kurzzeitig wieder auftreten? Zum Beispiel eine unterdrückte Absonderung, oder ein alter Juckreiz? Meist steht damit in Verbindung eine Verbesserung des Allgemeinbefindens, da das Tier Entlastung für sich gefunden hat. Bei einem kurzen Telefonat klären wir, ob dieses Auftreten behandlungswürdig ist.
- Kann ich mich an vereinbarte Rückmeldungs-Zeiträume halten, damit der Behandelnde den Verlauf beurteilen kann? Es kommt vor, dass sich Tierhalter erst nach vielen Monaten wieder melden, denn „es war ja alles gut“. Taucht dann nach längerer Zeit ein verändertes Symptomen-Bild auf, fällt es schwer, sich zu erinnern, was denn letztes Jahr so alles passiert ist, nach der Mittelgabe. Da wir stets die Dynamik insgesamt beurteilen und auch, ob das Tier insgesamt gesünder geworden ist, brauchen wir diese Informationen.