Peggy Schmah 08237 3630657 

    Die prozessorientierte Homöopathie – wo sich meine allerersten homöopathischen Wurzeln befinden - geht davon aus, dass sich Heilung als dynamischer Prozess darstellt und über einen individuellen Erkenntnisweg führt. Der Einsatz der „Wunderübung“ lässt sich „wunderbar“ mit der homöopathischen Arbeit und der Aufstellungsarbeit verbinden. Ebenso einfach, wie effektiv kann sie jeder an Heilung interessierte für sich nutzen. Ich möchte sie hier vorstellen:

     

    Bei der Recherche zu Ursprüngen der „Wunderübung“, begegnen mir zahlreiche Anwendungsgebiete. Im NLP, in der Coaching-Arbeit und natürlich auch bei verschiedenen therapeutischen Interventionen kommt die „Wunderfrage“ zum Einsatz. Sie geht zurück auf die psychotherapeutische Arbeit in den 1970er Jahren von Steve de Shazer und auf die des Psychiaters Milton Erickson.

    Die genannten Einsatzgebiete sind allesamt an einer Lösung interessiert (die dann in Heilung mündet) oder modern ausgedrückt sie arbeiten „lösungsorientiert“.

    Das reine Konsumieren von Heilimpulsen und Symptom-Entfernungen ist für echte Heilung eher hinderlich. Sie konzentriert sich auf ein Kranksein, nicht auf eine Lösung. Viel mehr als nur mit „positivem Denken“, aktivieren wir mit der Wunderübung die ganz eigene Energie, die Ressourcen, was bei schweren chronischen Geschehen unumgänglich ist. Neben dem Betrachten eines Problems (dass sich oft in körperlichen Beschwerden ausdückt) focusiert sich das persönliche Wunder auf die Lösung. Dort möchten wir Therapeuten den Klienten sehen. Er kann sich auf seine Gesundwerdung, auf die Kraft und das ihm eigene Potenzial konzentrieren.

    Für diese Übung ist es sinnvoll, sich einen Moment Ruhe zu gönnen. Ob Sie dabei auf einem Stuhl verweilen, beide Füsse dabei auf dem Boden stellen, oder ob Sie eher das Sitzen in einer meditativen Haltung bevorzugen, ist Ihnen überlassen. Die äusseren Augen sind geschlossen. Einige tiefe Atemzüge helfen beim Entspannen....

    Wir beginnen mit einer ganz einfachen Vorstellung: Sie kommen heute nach Hause, versorgen Ihre Tiere, essen zu Abend, gehen ins Bett... Irgendwann schlafen Sie ein.....Während Sie schlafen passiert ein Wunder.... Ihr ganz persönliches Wunder. Sie haben keine Ahnung wie das geschehen konnte, aber es ist so. Das Problem, dass sie hierher an diesen Punkt geführt hat- ob es Sie krank werden liess.... ob es die Sorge um Ihr krankes Haustier ist, oder ob aus anderen Gründen Stress entstand, das Problem .........ist gelöst, gibt es nicht mehr. ...

    An was erkennen Sie das Wunder? Hat es einem Namen? Wie fühlt es sich an, hat es eine Farbe, eine Form, wo spüren Sie die Veränderung im Körper? Welche Gedanken und Gefühle sind anders? Und schliesslich... woran erkennt Ihre Umwelt, dass Ihr Wunder geschehen ist?

    Damit können Sie arbeiten. Diese Veränderungen können nun leichter und konkreter in Worte gefasst werden und so noch greifbarer werden. Wer möchte, kann sich auch Papier und Stift bereit legen und seine Ergebnisse aufschreiben. Das gesprochene und aufgeschriebene Wort hat seine eigene starke Dynamik und Kraft.

    Wer bei dieser Übung lieber angeleitet wird, kann eine unserer Aufstellungs-Samstage besuchen . Die Arbeit verbindet das persönliche Wunder mit dem Erfahren realistischer einzelner Heilungsschritte. Eine gute Möglichkeit, ein Stück weiter auf unserem ganz eigenen Weg zu gehen, um „so zu werden, wie wir gemeint sind“.