Peggy Schmah 08237 3630657 

     

    Über die Sinnhaftigkeit homöopathischer Prophylaxe

    Inspiriert zu diesem Text haben mich meine Schüler, sowie Anfragen besorgter Tierhalter. Kaum wird es warm, sind sie da . Und dieses Jahr zuhauf. Die Zecken. Und dann gibt es die vielen verführerischen Empfehlungen im Internet...auch die homöopathische Vorbeuge finden wir oft.

    Das gegenseitige Abschreiben homöopathischer Informationen hat Tradition. Schon vor 200 Jahren und bis hinein in populäre Materia Medicae finden wir Aussagen, die sich wiederholen, ohne dass sie selbst nachgeprüft wurden.

    Nun finden wir also auch dieses Jahr wieder die Empfehlung Ledum, der Sumpfporst, homöopathisch aufbereitet (meist in der D200 potenziert) dem Haustier alle vier bis acht Wochen zu verabreichen. Hat das mal jemand nachgeprüft, oder am eigenen Leib ausprobiert? Wohl nicht, denn dann würde es zu anderen Aussagen kommen.

    An dieser Stelle wird gerne Abgewunken. Mit einem leisen Lächeln wird die Uneinigkeit vieler Homöopathen untereinander angesprochen. Das mag stimmen. Da sind die „Hochpotenzler“, die „Nosodenverschreiber“, sowie die gestrengen Nachahmer der „einen reinen Lehre“. Das ist manchmal wirklich schlimm...aber bei einem Punkt sind sich doch eigentlich alle Vertreter der Hahnemann´schen Heilkunde einig: Similia similibus curentur - Das Ähnlichkeitsgesetz. Ohne dies, keine homöopathische Wirkung! Das schreibt keiner der Internet-Empfehler, so genau will man es ja dann auch wieder nicht wissen..

    Wir vergleichen Krankheitskraft und Arzneikraft miteinander. Wo haben wir die „Ähnlichkeit“ bei prophylaktischen Gaben? Also eine Arzneikraft ohne Krankheitskraft.... Was passiert, wenn trotzdem Homöopathika verabreicht werden? Ganz einfach – die Information (die Homöopathie ist eine Informationstherapie) wird mit wiederholten Gaben in den Organismus gebracht. Also quasi mehrmals daran erinnert, damit es nicht vergessen wird! Ich arbeite gerne mit Bildern – stellen Sie sich vor, Sie haben ein Schild auf der Stirn, auf dem steht „Ledum – alles was damit in Resonanz geht, bitte hier melden“! Was passiert? Die Zecken kommen erst recht. Das ist keinesfalls kurios, sondern verständlich, wenn wir das Ähnlichkeitsgesetz anerkennen.

    Ein anderes Beispiel. Die hochpotenzierte Arnica-Gabe vor einer Operation am Gesunden, sagen wir einer Kastration. Das wird meist nur einmal gemacht, da hinterher eine starke Blutungsneigung beobachet werden kann. Also genau das Gegenteil des erwünschten Effektes. Aber darauf beruht die Homöopathie! Wir machen uns die sogenannte Zweitwirkung (eine Art Gegenregulation) des Organismus zu nutze.

    Also bitte setzen Sie ihr Tier nicht unnötigen Arzneimittelprüfungen (Arzneiprüfung durch Einnahme am Gesunden) aus und sehen Sie sich lieber bei den Alternativen um. Auch der Biß einer Zecke alleine – ohne besondere Reaktionen darauf, sind noch kein Grund zu Ledum zu greifen. Es gibt jede Menge pflanzlicher Stoffe zur Insektenabwehr, Cocosöle u.a. Sie finden das alles im Internet Einen schönen Sommer!